|
Der Casanova Komplex
Was Yoji Fukuyama hier in seinem Manga erzählt ist, man kann es ja auch auf den letzten Seiten nachlesen, in gewisser Weise eine moderne Version einer alten japanischen Sage um den Fischer Taro Urashima, der in ein entlegenes Unterwasserkönigreich kam, dort rauschende Feste feierte, schließlich nach Hause zurückkehren wollte und feststellen musste das in der kurzen Zeit seines Aufenthalts im magischen Reich in der Welt der Menschen viele, viele Jahre vergangen waren.
Auch der namenlose Protagonist dieser Geschichte leidet offensichtlich unter etwas, verdeutlicht durch den Tagtraum im Zug in dem er sich selbst als leblose Vogelscheuche sieht, ein Motiv das mehrmals wieder aufgegriffen und am Ende genauer erläutert wird. Doch just in diesem Zug begegnet er einer Art "übernatürlichem Wesen", in Form des jungen Mädchens das er fortan als seine Traumfrau und höchstes Ideal bezeichnen soll, das ihn an einem geheimen und vor der restlichen ... (weiter)
|
|
Love
Mit seinem 1980er Love greift Yoji Kuri das Thema seines gleichnamigen Kurzfilms von 1963 wieder auf und lässt erneut einen Mann vor einer Frau fliehen, die ihn zu ihrem Schoßhündchen machen will.
Was damals aber relativ ernst und anklagend wirkte, das hüllt sich jetzt in ein eher lustiges und vor allem poppig buntes Gewand, unterlegt mit einem fetzigen Lied. Hat sich Kuri am Ende etwa doch noch mit den Frauen versöhnt? Oder bloß derart resigniert das er es inzwischen auf die leichte, humorvolle Art sehen kann? Wer weiß, zumindest wirkt er hier schon um einiges versöhnlicher als noch fast 20 Jahre zuvor.
Viel Nährwert bietet "Love" aber trotzdem immer noch nicht. Wer sich gern mal mit Yoji Kuri befassen will, dem sind zum Einstieg auf jeden Fall andere Werke näher ans Herz gelegt. ... (weiter)
|