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The Bird People In China
Ein weiterer Film aus der ausladenden Schaffensliste des Takashi Miike. Seine Stellung als Enfant Terrible innerhalb des japanischen Kinos muss ja nun nicht wieder erwähnt werden. Allerdings ist es eben in diesem Fall interessant, da dieser Film, für ihn eher untypisch, beinahe vollkommen ohne Gewalt, Blut oder kranke gesellschaftliche Verhältnisse auskommt... und dies soll nicht bedeuten das der Film langweilig ist!
Für Miike-Kenner ein wirklich ungewöhnlicher Film, da er enorm ruhig, um nicht zu sagen hypnotisch ist. Immer wieder beruhigende Kamerafahrten über nebelverhangene Gebirge, wunderschöne Landschaften usw. Allerdings kommt nicht einmal das Gefühl "Hm... und wann fängt nun das Blutbad an?" auf.
Wirklich interessant an diesem Film ist die wundervolle Charakterisierungen der Hauptpersonen, die sich weniger in Dialogen festmachen lässt, sondern sehr viel über die nonverbale Ebene ausgedrück ... (weiter)
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Arion
Anime meets griechische Mythologie. Ich glaube so was hat man auch nicht alle Tage.
Regisseur Yoshikazu Yasuhiko bedient sich reichlich bei den alten Griechen um seine ganz eigene kleine Göttersage zu schmieden. Dabei geht er allerdings recht frei mit der Vorlage um und benutzt auch schon mal einfach nur die Namen, wie z.b. im Fall des Diebes Seneca.
Dennoch ist die Grundidee hinter dem Ganzen sehr interessant und auch die Geschichte selber steht durchaus in der Tradition der antiken Vorbilder und schafft es durchaus auch etwas von deren Charme einzufangen.
Das dieses Konzept dennoch nicht so recht zünden will liegt einfach in der Überladenheit der Geschichte. Yasuhiko stopft Charaktere und Story in seinen knapp 2 Stunden langen Film wie andere Leute Geld in ihr Auto. Nur manchmal ist eben doch weniger mehr und "Arion" fordert durch seine Überladenheit einiges an Konzentration bei seinem Zuschauer, wenn dieser nicht mit der Zeit den Überbli ... (weiter)
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