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Bavel no Hon
Story

Als zwei Kinder an einer Haltstelle knapp den Bus verpassen, finden sie anschließend auf der Wartebank ein altes Buch.
Sie aufschlagen es auf und aus seinen Seiten wächst ein Turm, der eine Art Bibliothek zu beheimatet scheint.
Der ältere der beiden nimmt eines der winzigen Bücher, es handelt von Sagen- und Mythenwesen, aus dem Turm und als er es aufschlägt finden sich die beiden Jungen prompt in einem gefährlichen Abenteuer wieder.

Meinung

Koji Yamamura gehört zweifellos zu den, aus rein künstlerischer Sicht, meist geschätzten Animationsfilmern Japans und konnte mit seinen verschiedenen Kurzfilmen (Link Atama Yama, Link Kafka Inaka Isha) auf diversen Festivals so einige Preise abräumen.
Mit „Bavel no Hon“ begibt er sich nun auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Bücher.
Wie immer mächtig surrealistisch angehaucht begleiten wir also die beiden Jungen auf ihrer Reise in ein Buch aus einem Buch und lassen die Fantasie des Lesers lebendig werden.
Wie man solche Filme nun deutet ist dabei sowieso von jedem selbst abhängig. Für mich ist es einfach eine symbolische Umsetzung der Floskel ‚ich wurde richtig in die Geschichte/das Buch hineingezogen’. Man liest und im Kopf beginnen sich die endlosen Zeilen Text in Bilder zu verwandeln die sich aneinanderreihen und praktisch einen eigenen Film bilden. Kopfkino wie man so schön sagt.
Man ist in seiner Fantasie live dabei, bis man die Buchdeckel am Ende wieder schließt, oder wie in diesem Fall auch dann wenn es zu Furcht erregend wird.

Aber man kann es eigentlich auch nicht wirklich beschreiben, was Yamamuras Kurzfilme so ausmacht. Klar ist auch dieser hier (für 1996!) wieder hervorragend animiert, lebt von seinem ganz eigenen Stil und Charme für den diesmal sowohl herkömmliche Zeichnungen, als auch bearbeitete Realaufnahmen und Computergrafiken benutzt und klasse miteinander kombiniert werden.
Dabei ist Yamamuras Stil so weit von denen herkömmlicher Mainstreamanimes entfernt, dass selbst so mancher der sich eigentlich öfters mit dem japanischen Kino befasst sie schon glatt überhaupt nicht mehr dem Anime Genre zuordnen will.
Wie ich finde eigentlich eine kleine Frechheit, nur weil was nicht 08/15 ist wird’s also glatt wegsubtrahiert. Da braucht man sich ja nicht wundern wenn das Animegenre weiter als platter Kinderkram oder Perversionensammelsurium verschrien wird, wenn man alles was bisschen Anspruch hat dann einfach raus nimmt.

Aber eigentlich sollte ich mich da jetzt auch nicht drüber aufregen, falsche Platz hier.
Lieber noch mal deutlich machen welch bereichernde Erfahrung „Bavel no Hon“ für alle sein kann die Anime als Kunstform erleben möchten. Außerdem ist es ein weiterer Beweis für Yamamuras Talent Inhalt, Bilder und Sound so gut aufeinander abzustimmen das auch ein kurzer 5 Minuten Film es schafft direkt beim Zuschauer einzuschlagen und eine, wie sagt man so schön, magische Wirkung zu erzielen.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

 Info
Originaltitel:Bavel no Hon
Lauflänge:ca. 5 Minuten
Jahr:1996
Regie:Kôji Yamamura
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Sound:

 8.jpg 8/10

Story:

 8.jpg 8/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 5210
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-702.htm