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The Cockpit
Story

Slipstream

Ein erfolgreicher junger Pilot wird abkommandiert um einen gestohlenen amerikanischen Bomber in einem brandneuen Jagdflugzeug zu eskortieren.
An Board des Bombers befindet sich nicht nur die erste Atombombe der Welt, sondern auch noch ein berühmter Professor und seine Tochter, die der junge Pilot einst heiraten wollte.
Doch die beiden sind nicht glücklich über ihre Aufgabe und am Abend vor dem Abflug bittet die junge Frau den Piloten, dass es besser wäre wenn die Bombe ihr Ziel nie erreichen würde.


Sonic Boom Squadron

Kurz vor Ende des 2ten Weltkriegs im Pazifikraum wirft das geschwächte Japan noch einmal alles in die Schlacht was es aufzubieten hat.
Eine ihrer besonderen Waffen sind die „Cherry Blossom Fighter“, Kamikaze-Jäger die nur dafür gebaut wurden um von ihren Piloten als raketengetriebene Bomben auf feindliche Ziele gelenkt zu werden.
Als Pilot eines solchen Geschosses lebend aus einer Schlacht zurückzukehren gilt dabei als große Schande und so ist es nicht verwunderlich das der junge Mann, dem genau dies passierte, weil sein Trägerflugzeug vor erreichen des Ziels abgeschossen wurde, darauf drängt bald möglichst eine zweite Chance zu erhalten und sein Leben fürs Vaterland zu opfern.


Knight of the Iron Dragon

Auf einer kleinen Pazifikinsel liegt einer von vielen japanischen Außenposten. Doch die Amerikaner sind bereits am anrücken und zwei überlebende japanische Soldaten versuchen sich mit einem Mottorad den Weg zurück zu ihrem letzten Flughafen zu erkämpfen.
Doch schon bald wird den beiden klar, das ihre Reise kein gutes Ende nehmen kann.

Meinung

„The Cockpit“ ist eine dreiteilige OVA aus dem Jahre 1993, in der drei bekannte Regisseure jeweils eine Geschichte rund um den zweiten Weltkrieg und Flugzeuge beisteuerten.
Der bekannteste der drei ist dabei sicherlich Yoshiaki Kawajiri, der an bekannten Titeln wie „Barefoot Gen“, Link „Legend of the Forest“, Link „Lensman“, Link „Ninja Scroll“, Link „Robotic Angel“, „Phantom Quest Corp.“, Link „Stink Bomb“, Link „Vampire Hunter D“ und einigen Link Unico Filmen mitgearbeitet hat. Eine durchaus beeindruckende Liste würde ich mal sagen.
Seine erste Geschichte „Slipstream“ ist dann auch die einzige die mich an dieser OVA wirklich überzeugen kann.
Sowohl die zwar anrührende, aber nicht zu kitschige, Story rund um den Piloten und seine ehemalige Geliebte, als auch die Designs, die sehr an Leiji Matsumto Filme wie „Captain Harlock“, „Galaxy Express 999“, Link „Königin der 1000 Jahre“ oder auch den relativ neuen Daft Punk Anime Link „INTERSTELLA 5555“ erinnern, sind durchweg sympathisch und kommen im Gegensatz zu den übrigen beiden Geschichten noch etwas glaubwürdig rüber.
Vielleicht war es auch eine gute Entscheidung die Handlung hier nach Deutschland zu verlegen, denn die anderen beiden (in Japan spielenden) Geschichten kommen, trotzt ebenfalls vorhandener Kritik am Krieg, doch etwas zu nationalistisch verklärt daher.
Nicht das „Slipstream“ jetzt ein dramaturgischer und humanistischer Weitwurf wäre, aber zumindest funktioniert die Geschichte in sich ganz schlüssig und auch die Kritik kommt ehrlich gemeint rüber. Nur vielleicht etwas zu dick aufgetragen zum Schluss.
Die beiden folgenden Episoden „Sonic Boom Squadron“ und „Knight of the Iron Dragon“ von Takashi Imanishi bzw. Ryousuke Takahashi hingegen scheinen mir eine etwas verklärte Sicht auf den Krieg zu haben.
Ob das patriotische Gehabe in „Sonic Boom Squadron“ wohl kritisch gemeint sein soll?
Wenn ja dann ist es jedenfalls nicht gelungen das wirklich zum Ausdruck zu bringen. Dazu stürzt sich die Bomberbesatzung samt Kamikaze Pilot doch etwas zu enthusiastisch in den Heldentod und vor allem zelebriert die Episode dieses Kriegswahnsinn viel zu feierlich, als das man ihr eine kritische Sicht auf diese Ereignisse abnehmen könnte.
Das der Kommandant des amerikanischen Schlachtschiffes dann noch ganz entsetzt kucken darf als er, kurz bevor sein Schiff, durch den Kamikazebomber getroffen, in die Luft fliegt, aus dem Funk vom Atombombenabwurf über Hiroshima hört, macht die etwas diffuse Gesinnung dieser Episode für mich dann noch zweifelhafter.
So recht schmecken will mir das hier präsentierte, trotz auch vorhandener kritischer Töne, nicht so recht.
Selbiges gilt auch für die letzte Episode, die nun völlig jegliche Relation zum Thema vermissen lässt, wenn der alte Soldaten-Ritter auf seinem stählernen Ross unter Signalfeuerwerk kämpferisch erhoben Hauptes in die feindlichen MG-Salven hinein rast, nur um dann, von zahllosen Kugeln durchlöchert, mit breitem Grinsen auf den Backen den Löffel abzugeben, worauf ihn der eben noch von ihm in einem Motorradduell besiegte feindliche Soldat einen letzten Gruß hinterherschickt, der sich dann auch noch als moralischer Seitenhieb gegen den Krieg entpuppt!?!
Also irgendwie stinkt das doch gewaltig.
Dazu kommt noch, dass beide Episoden so einen leichten Mysterie Einschlag haben, der mir auch nicht so wirklich ins Konzept passen will.
Also ich wer nicht wirklich warm damit.

Vielen dürfte es so auch mit den Charadesigns der letzten beiden Episoden gehen, die sich, trotz unterschiedlicher Namen in den Credits, sehr ähnlich sehen.
Interessant ist hier allerdings, dass schon so eine Art Konzept vorzuliegen scheint, die Charaktere auch von den Grundanlagen ihrer Persönlichkeit in unterschiedliche Designs einzuordnen. Scheinbar sind die hoffnungslosen eher animetypisch, während die etwas kritischeren einem ganz eignen Stiel folgen. Zumindest deckt sich das in der zweiten Episode mit dem Kamikazepiloten, seiner musikalischen Frau und seinen Kameraden, die deutlich anders aussehen als die Bomberbesatzung zu der er dann kommt.
Aber so ganz aufzugehen scheint mir das auch nicht.

Darüber hinaus sind Zeichnungen und Animationen gemessen am Alter der Produktion ganz in Ordnung, gehörten aber auch damals sicher schon nicht mehr zur Spitzenklasse, vergleicht man sie mal mit ähnlichen Produktionen wie Link „Robot Carnival“ oder Link „Manie Manie“ und auch die Musik ist mir stellenweise als etwas zu schmalzig aufgefallen.

Trotzdem würde ich „The Cockpit“ immer noch empfehlen, einerseits wegen der ganz gut gelungen ersten Episode und andererseits weil auch das gesamte Konzept der OVA eigentlich recht interessant ist und sich ja auch jeder ein eigenes (vielleicht positiveres) Bild von den Geschichten machen kann.

Screenshots

Bild 1

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Bild 9

 Info
Originaltitel:The Cockpit
Lauflänge:ca. 23 Minuten pro Episode
Episoden:3
Freigabe:unbekannt
Jahr:1993
Regie:Takashi Imanishi, Yoshiaki Kawajiri, Ryôsuke Takahashi
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 7.jpg 7/10

Sound:

 6.jpg 6/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  6/10

Aufrufe: 5112
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-633.htm