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Taro the Dragon Boy
Story

Der kleine Taro lebt mit seiner Großmutter in einem sehr abgelegenen Dorf in einer recht unwirtlichen Gegend. Ackerbau ist hier kaum möglich und die Leute müssen für ihre kleinen Felder hart arbeiten und ansonsten auf das ausweichen was ihnen die Natur in dieser Region sonst so bietet. Doch Taro ist nicht sonderlich interessiert in solchen Dingen. Er verbringt die Zeit lieber mit Essen und Schlafen, oder er streift durch die Wälder und spielt mit seinen Tierfreunden.
Eines Tages trifft er dabei einen Magier, der ihm einen Zaubertrank trinken lässt der Taro die Kraft von 100 Männern verleiht. Allerdings nur wenn er damit anderen hilft. Bei allem anderen versagt die Kraft ihren Dienst.
Eine erste Möglichkeit seine neuen Kräfte einzusetzen bieten sich Taro, als er im Wald das Mädchen Aya trifft, die mit ihrer Flöte die Tiere unterhält. Das stört nämlich den roten Bergteufel mit seinen Trommeln und er will Aya verjagen. Doch Taro schleudert ihn ohne große Mühe einfach davon. Angetrieben von Ayas Schönheit will Taro von seiner Großmutter mehr über seine Mutter erfahren, von der er glaubt sie seihe tot. Doch wie sich herausstellt ging sie noch vor seiner Geburt bei einem Unwetter verloren und erschien seiner Großmutter später als Drache an einem nahe gelegenem See. Drei Monate danach wurde Taro im Fluss gefunden, als Nahrung hatte er einen Augapfel seiner Mutter dabei. Nachdem der aufgebraucht ist gibt sie ihm auch noch ihren zweiten und macht sich dann auf in den Norden, mit der Abschiedsbitte ihre Mutter solle Taro zu ihr schicken, wenn er alt genug ist.
Dieser will sich darauf natürlich sofort auf den Weg machen, doch da erreicht ihn die Nachricht das Aya vom roten Bergteufel entführt wurde. Nun muss er erst einmal seine Freundin retten, bevor er seine Mutter suchen kann, was sich aber auch nicht als gerade einfach erweist.

Meinung

„Taro the Dragon Boy” ist eine geradezu klassische japanische Geschichte. Entstanden im damals bedeutensten Animestudio Toei, unter der Regie von Kirio Urayama. In den Credits taucht allerdings sogar der Name Isao Takahata auf. Viel hat der Studio Ghibli Mitbegründer aber wohl nicht mehr mit diesem Projekt zu tun, taucht er doch nur unter „Original Concept Suggestion“ auf und war zu dieser Zeit dank seines Link Horus-Flops in Ungnade gefallen.
Nichts desto trotzt ist Taro ein ziemlich schöner Märchenfilm geworden. Auf seiner Suche nach seiner Mutter wandert Taro einmal quer durch den Gemüsegarten japanischer Sagengestalten. Vom Drachen über Bergteufel und -hexen, Tierdämonen und Schneefrauen ist von allem etwas dabei. Wie die meisten guten Märchen hat das ganze dabei natürlich auch noch eine Moral, nämlich nicht egoistisch zu sein, sondern anderen zu helfen. Die Inszenierung ist dementsprechend auch kinderfreundlich. Die Geschichte ist einfach und gut nachzuvollziehen. Kämpfe sind stets unblutig und es wird sich dabei auch schon mal gekitzelt statt geschlagen. Einzige Ausnahme dabei ist wohl die Begegnung mit der alten Berghexe und deren recht deutliche Annäherungsversuche an den kleinen Taro, die für westliche Geschmäcker eventuell doch etwas zu offenherzig sind. Bei Disney wäre so was sicherlich nicht in einem Kinderfilm gelandet. (aber selbiges gilt wohl auch für das Happy End)
Die Zeichnungen sind für die Zeit ganz in Ordnung, sehen aber manchmal etwas eintönig aus, was an den oft einfarbig gehaltenen Hintergründen liegt. Mit der Coloration hat man da etwas gespart und meist bleibt alles recht graublau. Bunt sind in aller erster Linie mal alle Figuren und andere Dinge die „im Vordergrund“ stehen. Allerdings wird mit damit auch oft gebrochen, es ist in gewisser Weise ein stetiger Wechsel. Eventuell soll das auch ein besonderes Stielmittel sein. Wenn habe ich seinen Sinn allerdings nicht so recht verstanden, eigentlich macht das Unifarben nur in wenigen Szenen einen besonderen Sinn, wie z.B. wenn zur Verdeutlichung der extremen Hitze alles in Orangetönen gehalten ist.
Die Animationen sind ebenfalls ganz OK und für die Zeit zum Teil sogar recht gut. Bei etwas aufwendigeren Szenen sieht man dem Film sein Alter aber schon deutlich an. Bestes Beispiel dafür das Finale am See und besonders dessen Wasser, das nur sehr vereinfacht dargestellt wird.
Aber trotz all dieser (alterbedingten) Schwächen hat sich der Film seinen Charme bewährt und macht durchaus auch heute noch Spaß. Eine entspannende Märchenstunde für zwischendurch.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Tatsu no ko Tarô
Lauflänge:ca. 75 Minuten
Freigabe:unbekannt
Jahr:1979
Regie:Kiriro Urayama
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 6.jpg 6/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  7/10

Aufrufe: 4744
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-498.htm